Biografie

Meine Wurzeln

Geboren wurde ich am 25. Oktober 1958 in Groß-Gerau. Groß-Gerau liegt in Hessen und ist eine Nachbarstadt von Rüsselsheim. Damit ist eigentlich schon fast klar, warum es mich bzw. meine Eltern nach Bochum "verschlagen" hat. Die Ansiedlung der Automobilfirma Opel in den Jahren 1961/1962 - damals eines der ersten sichtbaren Zeichen des Strukturwandels in Bochum - war der Grund.

Seit Dezember 1962 lebe ich also in Bochum, fast ununterbrochen im Stadtteil Laer, und fühle mich als "waschechte" Bochumerin.

 

In Bochum

Nach meinem Abitur habe ich an der Universität Wuppertal Chemie und Pädagogik für das Lehramt der Sekundarstufe II studiert. 1986 habe ich zwar sehr erfolgreich meinen Vorbereitungsdienst mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen, nur arbeiten konnte ich in meinem Wunschberuf leider nicht; denn damals war es mit bestimmten Fächerkombinationen schwer oder sogar unmöglich eingestellt zu werden.

Von Mai 1986 bis zum Spätsommer 1990 habe ich als Wahlkreismitarbeiterin für unseren ehemaligen Bochumer Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber gearbeitet, der damals noch Landtagsabgeordneter war. Wenn man es genau nimmt, war ich fünf Jahre später dann seine Nachfolgerin im Landtagswahlkreis. Allerdings hat sich dieser Wahlkreis seither mehrfach im räumlichen Zuschnitt verändert. Aber nach wie vor bilden die beiden Bochumer Stadtbezirke Nord und Ost das „Herzstück" des Wahlkreises.

Von 1990 bis zu meiner Wahl in den Landtag im Jahr 1995 war ich als pädagogische Referentin beim Heinz-Kühn-Bildungswerk in Dortmund tätig. Das Heinz-Kühn-Bildungswerk ist eine Einrichtung der politischen Erwachsenenbildung.

 

Die Politik und ich

In die SPD bin ich 1974, also vor über 36 Jahren eingetreten. Im Laufe dieser langen Zeit habe ich in vielen ganz unterschiedlichen Funktionen für meine Partei gearbeitet. Heute bin ich stellvertretende SPD-Vorsitzende in Bochum und im Stadtbezirk Bochum-Ost seit 1995 Vorsitzende.

Meine politischen Wurzeln habe ich schon als sehr junge Frau in der aktiven sozialdemokratischen Frauenarbeit gefunden. Damals ist mir auch mein "Lebensmotto" begegnet, das in der Zeit vor der Frauenquote oftmals die frauenpolitische Realität in der SPD beschrieben hat: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.

Eine gute Vorbereitung auf meine spätere Tätigkeit im Landtag war die Zeit von 1989 bis 1995, in der ich dem Rat der Stadt Bochum angehört habe.

 

In Düsseldorf

In meinen ersten fünf Landtagsjahren (1995 bis 2000) war ich Mitglied im Frauenausschuss, im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie und im Ausschuss für Schule und Weiterbildung. Als im Dezember 1999 - kurz vor Ende der damaligen Legislaturperiode - noch ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingerichtet wurde, habe ich auch dort mitgearbeitet.

Mit der 13. Legislaturperiode (2000 bis 2005) aber hat sich mein Aufgabengebiet völlig geändert. Im Juni 2000 bin ich zum ersten Mal zur Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion gewählt worden. Eine zusätzliche Aufgabe neben dem eigentlichen Landtagsmandat, die ich auch in der 14. Wahlperiode, also von 2005 bis 2010, wahrnehmen durfte. In dieser Funktion als Parlamentarische Geschäftsführerin war ich Mitglied im Ältestenrat. Außerdem arbeite ich seitdem im Hauptausschuss mit. Mein "politisches" Herz schlägt aber immer noch - wie in meiner ersten Legislaturperiode - für die Bildungs- und die Jugendpolitik. Und deshalb bin ich froh, dass ich in der vergangenen Wahlperiode dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung auch wieder als "ordentliches" Mitglied angehören kann.

Die Landtagswahl am 9. Mai 2010 hat dann eine große Veränderung gebracht. Nicht nur, dass wir Sozialdemokraten nach fünf Jahren Oppositionszeit genauso viele Mandate wie die CDU geholt haben, und Hannelore Kraft zur Ministerpräsidentin der rot-grünen Minderheitsregierung gewählt wurde. Nein, auch für mich hat die 15. Wahlperiode Neues gebracht. Ich wurde zur Ersten Vizepräsidentin des Landtages gewählt. Eine neue Herausforderung und Aufgabe, über die ich mich sehr freue. Gleichzeitig ein Einschnitt, da ich nach 10 Jahren intensiver Arbeit die Aufgaben der Parlamentarischen Geschäftsführerin abgegeben habe.

Zeit für Hobbys blieb mir, wenn ich ehrlich bin, in der Vergangeheit nicht so richtig. Selbst die Gartenarbeit, die mir wirklich Spaß macht, ist in den letzten Jahren eher nebenbei mitgelaufen. Ob sich daran mit der neuen Aufgabe etwas ändert? Mal sehen.

 
 

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