Wochenbericht vom 27. März bis 2. April 2017

Nein, was in Duisburg Marxloh am Samstag zu erleben war, war kein Aprilscherz. Ganz und gar nicht. Das große Jugendfest „Marxloh kann…“ war einfach der Hammer. Mehr als tausend Jugendliche, Schülerinnen und Schüler des Sophie-Scholl-Berufskollegs, des Robert-Bosch-Berufskollegs, des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums, der Herbert-Grillo-Gesamtschule, und viele weitere Organisationen, sowie Unterstützerinnen und Unterstützer haben es geschafft und aus der Idee „wir setzen uns als Jugendliche jetzt selbst für unseren Stadtteil ein“ ein großes, fröhliches, informatives, unterhaltsames und einfach nur tolles Fest gemacht. Die Lokalzeit Duisburg des WDR hat darüber in der Vorberichterstattung sogar echt lange berichtet.

Das Bühnenprogramm war eine gelungene bunte Mischung aus Talk, Spaß und Musik. Klar, als Schirmherrin des Festes, und ein ganz klein wenig auch, weil die Idee dazu irgendwie aus meinem Schulbesuch und den weiteren Gesprächen in Marxloh entsprungen ist, hatte ich auch einen Bühnenauftritt.

Viele Klassen und Ausbildungsgänge haben seit Wochen überlegt, vorbereitet und ganz unterschiedliche Stände erarbeitet, und oftmals etwas angeboten, was zum Mitmachen animiert. Die Internationale Klasse des Sophie-Scholl-Berufskollegs hat zum Beispiel das wunderbare Demokratieprojekt – deinen Daumenabdruck für die Demokratie – durchgeführt.

Und ein Versprechen haben Mahmut Özdemir und ich dann auch noch eingelöst. Bei einem unserer letzten gemeinsamen Marxloh Besuchsgesprächen haben wir nämlich die fehlende Eisdiele im Stadtteil als Symbol für den notwendigen Aufbruch kennengelernt. Falls die Jugendlichen es schaffen, das Fest zu organisieren, so haben wir damals versprochen, dann werden wir in einem Eiswagen Eis verkaufen. Gesagt, versprochen, getan! Hat Spaß gemacht.

Das zweite wunderbare Erlebnis der letzten Woche ist wiederum mit einer Schirmherrschaft verbunden. Diesmal in Bochum. Diesmal wieder Kids, aber viel jüngere. Die Eltern der Grundschule des Carolinenschule haben ein grandioses Musikereignis, nämlich „Carokids meets Gospeltrain“, organisiert. Im Anneliese Brost Musikforum Ruhr bei uns in Bochum haben alle, wirklich alle Grundschüler auf der Bühne gesungen, gerockt, getanzt, gegroovt, einfach Spaß gehabt und Freude verbreitet.

Unterstützt wurden sie von Profis, die ebenfalls vor Lebensfreude fast geplatzt sind. Aus Rücksicht auf die Kinder durfte nicht fotografiert werden. Das war auch gut so. Denn bei einem komplett ausverkauften Musikforum hätten die stolzen Eltern und Großeltern wahrscheinlich gar nicht mehr aufgehört, alles für die Nachwelt festzuhalten. Deshalb gibt es nur ein Foto vom allerletzten Moment auf der Bühne.

Drittes besonderes Ereignis der letzten Woche war der 75. Geburtstag des früheren Landtagspräsidenten Ulrich Schmidt. Als echter Überraschungsgast bin ich in seine private Feier geschneit, was ihn aber sehr gefreut hat. Alles Gute lieber Uli. Der Landtag wird dir nach der Landtagswahl natürlich auch noch eine kleine Feier ausrichten. Ehrensache!

Und auch ein viertes Ereignis darf nicht unerwähnt bleiben: das Theaterstück „Ich fürchte nichts …“, das in der Bürgerhalle des Landtags aufgeführt wurde.

Anlass ist das Reformationsjubiläum, das wir in diesem Jahr auch noch mit einer großen Veranstaltung im Oktober bei uns im Landtag feiern werden. Doch am Dienstag gab es ein fulminantes Theaterstück rund um Dr. Martin Luther, Katharina von Bora, und den Ereignissen vom Thesenanschlag bis zu Luthers Tod. Das Theaterstück selbst wurde durch das Evangelische Büro initiiert. Eine tolle Idee, die nach einigem Einsatz wirklich zu einem wunderbaren Drehbuch und einer großartigen Inszenierung geführt hat.  

Über meinen Beitrag beim Symposium der Auslandsgesellschaft Deutschland „Nordrhein-Westfalen und die Türkei“ habe ich ja bereits auf meiner Homepage berichtet. Wer wissen möchte, wie ich die gegenwärtige Situation einschätze, sollte meine Rede, die ich dort gehalten habe, nachlesen.

Und sonst? Am Montag ein Schulbesuch in Detmold, am Mittwoch Landesfinale von Jugend debattiert, natürlich wieder bei uns im Plenarsaal. Die Pressekonferenz der Bochumer SPD zum Wahlkampfstart fand auch am Mittwoch statt.

Am Donnerstag haben die Leiterinnen und Leiter der katholischen Büros aus dem ganzen Bundesgebiet den Landtag besucht. Ein toller, wenn auch viel zu kurzer Austausch. Und auf dem Programm der Jahrestagung standen lauter aktuelle politische Themen. Da wäre ich gerne Mäuschen gewesen.

Am Freitag haben alle unsere Bochumer SPD Ortsvereine die Plakate und Wahlkampfmaterialien abgeholt und – wie könnte es anders sein, wenn es ab 18 Uhr erlaubt war – auch die Plakate aufgehängt.

Gott sei Dank ist es nicht mehr so ungewohnt wie beim allerersten Mal, sich selbst vielfach auf Plakaten an Laternen zu sehen. Und ganz ehrlich, ich finde mein Plakat schön.

Da ich am Sonntag erst nach Essen zum offiziellen Auftakt des SPD-Wahlkampfes  fahre, und anschließend gleich weiter auf dem Weg nach Brüssel bin, dort treffen sich die Landtagspräsidenten zu einer Arbeitskonferenz, endet mein Wochenbericht mit der letzten Samstags-Meldung.

Am Samstagabend hat die Kreishandwerkerschaft Ruhr ihre Winterfreisprechung vorgenommen. Wie immer in einem für die jungen Leute passenden Rahmen. Die Urkunden, kleinen Präsente und auch die Auszeichnung der Jahrgangsbesten fand in der Zeche Bochum, einem beliebten Musik-, Tanz-, Veranstaltungsort in Bochum statt.