Mein heutiger Wochenrückblick in 18 Bildern

Auch in der zweiten Woche nach der Landtagswahl ist längst noch kein Alltag im Landtag am Rhein eingekehrt. Aber ganz ehrlich, wie sollte das auch so bald schon möglich sein?

Die Übergänge von einer in die nächste Wahlperiode sind, zumindest von Außen betrachtet, immer etwas „zäh“ und dauern, denn Vieles muss ja erst noch entschieden, organisiert, strukturiert und festgelegt werden. Insbesondere, wenn es – wie am 14. Mai – zu einem Regierungswechsel gekommen ist.

Wie kann man die letzte Woche beschreiben, wenn man nicht nur über Abschied nehmen und Kisten packen erzählen möchte? Vielleicht so: CDU und FDP haben nach ersten Sondierungsgesprächen mittlerweile die Koalitionsverhandlungen aufgenommen, und offensichtlich, wie die Medien melden, bereits erste Entscheidungen getroffen. Die Landtagsverwaltung versucht nicht nur die vielen, vielen Fragen der neu gewählten Abgeordneten zur Zufriedenheit zu beantworten, sondern bereitet auch intensiv den Übergang in die 17. Wahlperiode des Landtags vor. Da sind zum Beispiel Umzüge zu planen, Büroräume zu streichen, neue Fraktionsräume herzurichten, die Sitzplätze im Plenarsaal müssen neu angeordnet werden, und noch einiges mehr. Die ausgeschiedenen Abgeordneten räumen aus und packen ihren Arbeitsalltag der letzten fünf Jahre in Kisten und Kartons ein. Die neu gewählten Abgeordneten erkunden den Landtag, lernen dabei ihren neuen Arbeitsplatz kennen und organisieren ihre Arbeit in ihren Wahlkreisen vor Ort. Ausschüsse gibt es ja noch keine und daher halten sich auch die Sitzungen im Landtag noch sehr in Grenzen. Manch neuer Abgeordneter wird sich vielleicht sogar verwundert die Augen reiben und fragen, wann es denn endlich richtig losgeht. Doch keine Sorge, der Eindruck des eher ruhigeren Tempos wird sich in den nächsten Tagen und Wochen grundlegend ändern. Der Startschuss dazu fällt übrigens am kommenden Donnerstag. Dann konstituiert sich der neue Landtag, und die Arbeit wird richtig los gehen.

Für alle, die sich für die Landtagsarbeit interessieren, ein kleiner Tipp: mit Hilfe dieses Links kommt man auf die Homepage des Landtags NRW. Und dort findet man hoffentlich alles, was von Interesse ist.

Mein persönlicher Wochenrückblick in Bildern besteht zum einen aus Bildern von der Karlspreisverleihung in Aachen. Traditionell wird an Christi Himmelfahrt der Karlspreis in Aachen an Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderer und preiswürdiger Weise für Europa und seine Werte, für die europäische Integration, und den europäischen Gedanken ganz allgemein eingesetzt haben. In diesem Jahr wurde der Preis an den Historiker Professor Timothy Garton Ash verleihen. Die Begründung des Direktoriums ist hier nachzulesen.  Die wirklich sehr beeindruckenden Reden der gesamten Preisverleihung kann man ebenfalls hier nachlesen. Ich verspreche, es lohnt sich!

Gerne habe ich meinen Besuch in Aachen genutzt, wie die Bilder zeigen, um zumindest kurz auch mit meinem Parteivorsitzenden und dem Karlspreisträger des Jahres 2015, Martin Schulz, und vor allem auch mit dem früheren Vizekanzler und heutigem Bundespräsidenten, Frank Walter Steinmeier, zu reden.

Am Freitagabend darauf war ich wiederum in Aachen, wo der Verein Eurotürk und der Städtepartnerschaftverein Aachen-Sariyer ihren Preis „Stille Helden“ vergeben haben. Davon zeige ich dann ebenfalls einige Fotos. Dass ich dort war, hatte einen speziellen Grund. Zum ersten Mal wurde dieser Preis nämlich als Internationaler Preis vergeben. Bei dieser Premiere  gab es sogar gleich zwei Preisträger, weil die noch junge Städtepartnerschaft zwischen Aachen und der türkischen Stadtregion Sariyer in Istanbul ausgezeichnet werden sollte.

Die beiden „Gesichter und Motoren“ dieser Städtepartnerschaft – Bürgermeister Genc aus Sariyer und Oberbürgermeister Philipp aus Aachen – waren die Preisträger. Und ich durfte die Laudatio auf beide Preisträger halten. Das war wirklich ein besonderer Augenblick zum Ende meiner Zeit als Landtagspräsidentin, der sicherlich auf die guten und freundschaftlichen Kontakte zwischen Bürgermeister Genc und mir zurückzuführen ist. Als nämlich die Parlamentariergruppe NRW-Türkei im Jahr 2014 die Türkei besucht hat, haben der Bürgermeister und ich uns kennengelernt und seitdem den Kontakt gehalten. Es war schön, ihn und seine Frau wieder einmal zu treffen.

Und ganz zum Schluss des Wochenrückblicks erfreuen euch hoffentlich ein paar Bilder von unserem Zuhause in Bochum. Wenn die Sonne so toll wie in dieser Woche scheint, kann man doch gar nicht anders, als sich wohl zu fühlen und zu freuen. Oder?!