Mein Wochenrückblick – heute in 12 Bildern

Lettland - Europa - Deutschland: eine völkerverbindende Freundschaft zwischen Willich und Smiltene.

Auch wenn die Landtagswahl vom 14. Mai jetzt doch schon ein paar Wochen zurückliegt, ist noch längst kein Alltag im Landtag von Nordrhein-Westfalen eingekehrt. Noch immer wird innerhalb des Gebäudes umgezogen, noch immer haben nicht alle Abgeordneten bereits ihr Büro im Landtag beziehen können. Aber, das ist bei jedem Übergang von der einen in die andere Wahlperiode so. Alle fünf Jahre kann die parlamentarische Arbeit nämlich erst dann ganz richtig beginnen, wenn es auch wieder Fachausschüsse gibt, wenn die Kolleginnen und Kollegen wissen, in welchen Fachgebieten sie künftig tätig sein werden. Am kommenden Mittwoch, als Tagesordnung eins unserer Parlamentssitzung, ist es dann so weit. Darüber hinaus wird in den zwei Plenartagen auch über wichtige inhaltliche Positionen beraten. Hier kann man sich die vorläufige Tagesordnung anschauen.

Mit Spannung, Interesse und vielen Fragen rund um das Parlament, die Arbeit der Abgeordneten, die Themen Inklusion, Flüchtlingsaufnahme und europäische Zusammenarbeit, war letzte Woche eine Delegation aus Lettland zu Gast im Landtag und bei der SPD-Landtagsfraktion. Gemeinsam mit Josef Neumann durfte ich die Gruppe begrüßen und mit ihnen diskutieren.

Eingeladen hatte der Deutsch-Lettische Freundeskreis e.V., der sich engagiert um die Städtefreundschaft Willich mit Smiltene kümmert. In der lettischen Besuchergruppe waren nicht nur Kommunalpolitiker aus Smiltene, sondern auch Mitglieder der Saeima, also des lettischen Parlaments.

Kein Besuch des Landtags ohne Führung durch den Landtag. Besonders beeindruckend war unser Plenarsaal. Und ganz ehrlich, ich finde wir Abgeordnete haben den schönsten und interessantesten Arbeitsplatz, den man sich in Nordrhein-Westfalen vorstellen kann.

In Bochum wurde am Freitag mit einer großen Feier für die vielen hundert Mitarbeiter das Richtfest der neuen Unternehmenszentrale von Vonovia gefeiert. Unter den offiziellen Gästen waren auch der Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, der Bochumer Bürger ist wie auch ich, oder die Bundesbauministerin, Babara Hendricks, nordrhein-westfälische SPD-Politikerin, genau wie ich. Und last but not least Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, überzeugter Bochumer , der sehr froh ist, dass es ein so starkes Bekenntnis von Vonovia zu Bochum gibt. Auch da kann ich mich aus tiefster Überzeugung anschließen. Bereits im nächsten Frühjahr soll die neue Zentrale bezugsfertig sein. Serielles Bauen macht das möglich. Der neue Bürogebäudekomplex wird aus rund 1.200 Elementen gefertigt. Vorproduziert werden die Elemente auch in Nordrhein-Westfalen, nämlich in Hamm. Serielles Bauen gibt eine wichtige Antwort auf die große Herausforderung, in kurzer Zeit hochwertigen Wohnraum zur Verfügung stellen zu können.

Einer Herausforderung ganz anderer Art haben sich am letzten Samstag viele Bochumerinnen und Bochumer gestellt. Sie haben sich getraut, gut gesichert eine Plattform zu besteigen, die in 50 Meter Höhe gezogen wurde, und dort oben wurde dann gegrillt. Ja, ihr lest richtig. Es wurde gegrillt. Möglich gemacht hat das die Familie Ziesak, die einen Baumarkt in meinem Wahlkreis betreibt. Bevor ihr jetzt nachfragt: Nein, ich habe mich nicht getraut. 50 Meter hoch, keinen wirklich Boden, auf dem man steht – so lecker kann Gegrilltes gar nicht sein, dass ich das ausprobieren möchte. Aber neugierig war ich schon. Und wer weiß, vielleicht beim nächsten Mal … Auch im Lokalkompass Bochum wird darüber berichtet.

Neben vielen internen Sitzungen, Treffen, der Klausurtagung meiner Fraktion, und ganz normaler Abgeordnetenarbeit, hat es noch einen Termin gegeben, von dem ich zwar kein Bild zeigen kann, der mir persönlich aber sehr wichtig war. Ein Treffen mit einigen meiner früheren Mitschülerinnen. Der Grund: vor 40 Jahren haben wir alle an der Hildegardisschule in Bochum unser Abitur gemacht. Meine Güte, so lange ist das schon her. Oder sollte ich besser sagen, so alt bin ich, sind wir schon? Egal, der Abend war fröhlich, wir haben viel gelacht, und natürlich immer wieder gefragt, kannst du dich noch erinnern? Wir konnten, und wie!

Und was mir sonst noch wichtig war? Das zeigen meine beiden letzten Bilder. Am Sonntag wurde das Ordinationsjubiläum von Pfarrer Eike Grevel aus meiner Kirchengemeinde, der vor 50 Jahren in sein Amt eingeführt wurde, gefeiert. Das Besondere an diesem Dienstjubiläum ist die Tatsache, dass Pfarrer Grevel seit 50 Jahren ununterbrochen in der evangelischen Kirchengemeinde Altenbochum, die seit 10 Jahren mit Bochum-Laer zusammen die evangelische Kirchengemeinde  Altenbochum-Laer bildet, tätig war. Herzlichen Glückwunsch und ein aufrichtiges Dankeschön!

Und zuletzt: ich habe sie endlich gekauft, die Dauerkarte für unseren VfL Bochum. Hoffentlich kann ich auch fast alle Heimspiele besuchen. Das wäre toll. Auch wenn es gleich beim Saison-Auftaktspiel gegen St.Pauli nicht klappt. Da sind wir nämlich noch im Urlaub. Aber es kommen ja noch 16 andere Spiele.