Zurück aus der sitzungsfreien Zeit: Ein Rückblick in 15 Bildern. Nur für euch!

Nach sieben Wochen sitzungsfreier Zeit, einem wunderschönen Sommerurlaub, vielen Terminen in Bochum, Düsseldorf und anderen Teilen unseres Landes, mitten im Wahlkampf, und nach der ersten „richtigen“ Sitzungswoche des Parlaments, wird es nun endlich auch wieder Zeit für meinen eigenen Wochenrückblick. Natürlich in Bildern und – ganz klar – nach langen Wochen der „Abstinenz“ auch mit ein paar Fotos der vorletzen und vorvorletzten und vorvorvorletzen … Wochen.

Der Straßenwahlkampf ist nun in seiner heißen Phase angelangt, die SPD im Bochumer Osten ist wie immer dabei, und mein Ortsverein Laer-Vollmond hat – ganz kreativ und einfallsreich – ein Fahrrad zum roten Wahlkampfrad umfunktioniert. Ich finde, dass es echt toll geworden ist, daher ist es jetzt auch das so genannte Beitragsbild für diesen Wochenrückblick geworden.

Natürlich haben wir Bochumer SPD-Abgeordneten die Sommerzeit gut genutzt, um jede Menge Gespräche zu führen, um tüchtig im Wahlkampf mitzuhelfen, und auch um Vereine, Einrichtungen und Veranstaltungen in unserer Heimatstadt zu besuchen . Serdar Yüksel und ich waren beispielsweise bei der Sportlerehrung des TV Wattenscheid 01. Dort wurden den erfolgreichen Leichtathleten des Vereins gedankt. Allen voran an der Spitze unserer Bronzemedaillengewinnerin über 100 Meter Hürden bei der Weltmeisterschaft in London: Pamela Dutkiewicz. Noch einmal herzlichen Glückwunsch.

Glückwünsche ganz anderer Art, nämlich für großartiges politisches und ehrenamtliches Engagement, konnte ich vor ein paar Tagen in Burbach, im Kreis Siegen-Wittgenstein, überbringen. Dort wurde Klaus-Dieter Gläser mit der Schmidt-Nienhagen-Medaille, einer Ehrung der SPD-Kreistagsfraktion, ausgezeichnet. Und ich habe im Heimhoftheater die Festrede gehalten.

Mein Rückblick springt von Burbach nach Berlin zum Sommerfest in der nordrhein-westfälischen Landesvertretung. Auf dem Roten Sofa von Horst Wackerbarth, dem bekannten und renommierten Fotokünstler, haben mein lieber Freund und früherer Kollege im Präsidium Eckhard Uhlenberg und die Direktorin des Landtags, Dorothee Zwiffelhoffer, Platz genommen.

Berlin ist das Stichwort für den Rückblick auf die großartige Open-Air-Veranstaltung in Bochum, im Bermuda3Eck mit Martin Schulz , unserem Kanzlerkandidaten, und unseren Bundestagskandidaten Michelle Müntefering und Axel Schäfer. Die große Menschenmenge, die Martin Schulz sehen und hören wollte, die Zustimmung und teilweise sogar Begeisterung, die zu hören und zu spüren war, stimmt mit den aktuellen Umfragen überhaupt nicht überein. Deshalb ist der alte Fußballspruch richtig: ein Spiel dauert 90 Minuten. Und ein Wahlkampf endet am Wahlsonntag um 18:00 Uhr. Nicht eher!

Das Landtagspräsidium hatte das Diplomatische Korps zu Besuch. Dort habe ich, wie könnte es anders sein, viel gute Bekannte unter den Generalkonsuln getroffen. Spannend und überaus interessant waren alle kurzen Gespräche, vor allem aber die mit den türkischen Diplomaten. Ich bin sehr neugierig darauf, ob es künftig wieder eine Parlamentariergruppe NRW-Türkei geben wird. Ich halte sie, gerade wegen der absolut schwierigen Situation mit der Türkei, für sehr wichtig. Aber einfach wird diese Arbeit einer Freundschaftsgruppe im Parlament nicht werden. Das bin ich eben so sicher.

Fast zum Schluss, die Freitagstermine. Erst in Essen die Messe und der Empfang zur Einführung der neuen Caitas-Direktorin Sabine Depew. Frau Depew ist übrigens die erste Frau in diesem Amt in Nordrhein-Westfalen, also ein echter innerkatholischer Quantensprung in Sachen Gleichberechtigung. Gemeinsam mit Serdar Yüksel, der später auch noch in der politischen Talkrunde mitgewirkt hat, und unserer Essener Kollegin Britta Altenkamp haben wir die Sozialdemokratie vertreten. Die jüdischen Gemeinden wurden durch Michael Szentei-Heise aus Düsseldorf repräsentiert. Schön, ihn und viele weitere gute Bekannte in Essen getroffen und gesprochen zu haben.

Als Serdar noch in der Talkrunde diskutiert hat, war ich schon auf dem Weg nach Schwerte, genauer zum Haus Villigst der evangelischen Kirche von Westfalen. Dort war zur jährlichen Begegnungstagung für Politikerinnen und Politiker und Mitgliedern der Kirchenleitung eingeladen worden. Aufgrund des besonderen Jahres, des Reformationsjahres, wurde diese Einladung auch zum ersten Mal von allen drei Landeskirchen ausgesprochen und auch alle drei Präsides waren am Programm beteiligt. Hauptredner, der auch wirklich zur angeregten Diskussion inspirierte, war der ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, der zugleich Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der EKD für das 500-jährige Reformationsjubiläum „Luther 2017“ ist.

Was sich politisch in all den Wochen getan hat, würde – trotz der sitzungsfreien Zeit – ganze Bücher füllen. Wer Lust und Interesse hat, kann sich ja die Pressemitteilungen der SPD-Landtagsfraktion noch einmal anschauen. Das wohl wichtigste Ereignis der letzten Woche war die Entbindung des bisherigen Medienministers von eben genau dieser Zuständigkeit durch den Ministerpräsidenten. Eine Entwicklung, die nicht überraschte, sondern – mit politisch gesundem Menschenverstand –  vorhersehbar war. Haben sich doch ganz, ganz Viele bereits bei der Berufung gefragt: Warum? Wieso? Weshalb? Wir Sozialdemokraten wären eine miserable Opposition, wenn wir das nicht thematisiert hätten. Neben den üblichen Pressewegen gibt es aber auch eine Kleine Anfrage von Martin Börschel und Alexander Vogt dazu.

Die letzten Fotos zeigen Kunstwerke unserer Enkeltochter Emily, die echt kreativ ist und uns immer wieder mit neuen Objekten und Zeichnungen erstaunt und erfreut.