Erneute Stahldebatte in der nächsten Plenarsitzung

Fraktionsmitglieder, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und SPD-Vorsitzender Mike Groschek,wir alle sind dabei.

Wie angekündigt bleibt das Thema „Stahl – geplante Fusion zwischen ThyssenKrupp und Tata“ auf der politischen Tagesordnung in Nordrhein-Westfalen. Am kommenden Mittwoch, 11. Oktober 2017, wird der Landtag in seiner Sitzung den Antrag der SPD-Landtagfraktion „Die Stahlsparte von ThyssenKrupp muss in Nordrhein-Westfalen bleiben!“ debattieren und anschließend auch sofort abstimmen.

Man darf zu Recht gespannt sein, wie sich neben der Landesregierung vor allem die CDU- und die FDP-Fraktion verhalten werden. Denn – anknüpfend an die Rede des nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Karl Josef Laumann, der am 22. September auf dem Stahlaktionstag in Bochum wörtlich gefordert hat, dass ThyssenKrupp nach Nordrhein-Westfalen gehört, auch was den Firmensitz angeht – sagen wir: der Minister hat Recht! Deshalb wollen wir, dass der Landtag dem Minister den Rücken stärkt, und genau das auch beschließt, dass ein zukünftiger Konzernsitz nach Nordrhein-Westfalen gehört.

Mit uns werden vor allem die Stahlarbeiter und ihre Familien, aber auch die betroffenen Städte sehr genau darauf achten, wie im Parlament argumentiert und abgestimmt wird. Denn Niemand hat vergessen, dass sich der Ministerpräsident und auch der Wirtschaftsminister hinter die Pläne, nach der Fusion den Firmensitz in die Niederlande zu verlegen, gestellt haben. Deshalb war die Aussage des Arbeitsministers zwei Tage später ja so erstaunlich.

Wie sagt man so schön? Wer den Mund spitzt, muss auch pfeifen. Dann schauen wir mal, hinter wen sich am kommenden Mittwoch die regierungstragenden Fraktionen CDU und FDP stellen werden. Warten wir ab, wessen Wort gilt.