Glückwunsch nach Hannover, Jubilarehrung im Bochumer Osten, Plenarsitzung in Düsseldorf, Stahldemo, Ausstellungen, SPD-Parteitag und noch mehr – mein Wochenrückblick in 3×6 und 1×3 Bildern

Manchmal ist es echt schwierig, den „richtigen“ Einstieg in den Rückblick auf die letzte Woche zu finden. Insbesondere, wenn es so viel zu berichten gibt wie von dieser Woche. Heute ist das aber nicht der Fall. Denn es kann nur eins geben, einen herzlichen Glückwunsch an die SPD in Niedersachsen, die gerade dabei ist einen hervorragenden Wahlsieg einzufahren.

Auch wenn jetzt, während ich meinen Wochenrückblick fertigstelle, noch lange nicht klar ist, wie sich der nächste niedersächsische Landtag zusammensetzt oder welche Regierungskonstellationen möglich sind, ein Glückwunsch ist allemal angebracht. Und er kommt von Herzen!

Aber es hat heute, am Sonntag noch ein anderes, ebenfalls ganz wichtiges Ereignis gegeben, nämlich die Jubilarehrung der SPD im Bochumer Osten, also in meinem Heimatstadtbezirk. Und damit soll dann mein Rückblick auch starten, mit dem Wichtigen.

In diesem Jahr haben wir 16 Mitglieder zu ehren, denen wir für 25, 40, 50 und sogar 60 Jahre Mitgliedschaft zu danken haben. Wie immer ist das ein besonderer Tag in der parteipolitischen Arbeit, und an den letzten Vorbereitungen haben sich in diesem Jahr so viele aktive SPD´ler beteiligt wie schon lange nicht mehr. In Facebook habe ich bereits ein paar Bilder vom Aufbau gepostet. Ein Dankeschön auch noch einmal an dieser Stelle an die Helferinnen und Helfer. Ich weiß, dass auch das nicht selbstverständlich ist. Dass wir alle Aufbaurekorde gebrochen haben, ist bei vielen helfenden und anpackenden Händen wahrlich kein Hexenwerk, sondern praktizierte Solidarität.

Das Besondere in diesem Jahr ist aber insbesondere, dass auch mein Mann für 40 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt wird. Sonst immer „hinter“ dem Tisch, also auf der Organisationseite, steht er heute auch einmal selbst im Rampenlicht. Seine Mitgliedschaft ist – übrigens wie die der meisten Genossinnen und Genossen, die wir heute geehrt haben – eine überaus aktive Mitgliedschaft. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Stunden zusammenkämen, würde man die Zeit der Parteiarbeit addieren.

Herzlichen Glückwunsch allen Jubilaren und ein herzliches Dankeschön an den Oberbürgermeister unserer Stadt, an Thomas Eiskirch, für die nachdenkenswerte und motivierende  Jubilar-Rede.

Das Unglaublichste in dieser Woche waren ein paar Reden im Landtag NRW, die von Mitgliedern der AfD gehalten wurden. Ich will nicht ermuntern, diese schrecklichen, in Teilen extrem rechtsnationalen Reden nachzulesen oder noch einmal anzuschauen, denn sie waren einfach unbeschreiblich. Aber ihr solltet davon wissen, denn seit den offensichtlichen Zerfallserscheinungen dieser Fraktion, mittlerweile ist ja schon der dritte Abgeordnete aus Fraktion und Partei ausgetreten, demaskiert sie sich immer schneller. In einem unglaublich schnellen Tempo ist die Radikalisierung im Parlament fortgeschritten. Meine häufig geäußerten Befürchtungen sind sehr schnell Realität geworden. Ich bin geradezu entsetzt, dass ich mich nicht geirrt habe.

Auch wenn ich den Grundsatz von Voltaire „Ich mag verdammen, was du sagst. Aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen kannst“ für zutiefst richtig, weil für ur-demokratisch halte, manchmal ist es schon verdammt schwer, danach zu handeln. Ja, es ist furchtbar, in einem deutschen Parlament solche Reden hören zu müssen.

Das Erstaunliche in dieser Woche, weil mit äußerst geringer Halbwertzeit verbunden, waren manche Entscheidungen der schwarz-gelben  Regierungsmehrheit im Hinblick auf den ein oder anderen Punkt bei den Beratungen und Entscheidungen zum Nachtragshaushalt. Schuldenabbau? Wahlkampfparolen von gestern! Stellenabbau? Ebenfalls Wahlkampfparolen von gestern. Zentrale Wahlkampfversprechen werden so schnell gebrochen, das man kaum hinschauen kann. Wer mehr wissen möchte, kann in unserem Entschließungsantrag noch einmal nachschauen, die Rede von Norbert Römer anhören, oder die Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion lesen.

Das Solidarische in dieser Woche? Der kurze Solidaritätsbesuch der Landtagsabgeordneten aus den Stahlstädten bei der Stahldemo auf dem Rhein. Damit es keine Missverständnisse gibt, wir waren nicht mir auf dem Boot, sondern haben die Stahlarbeiter, die Betriebsräte und die IGM-Vertreter kurz vor dem Ablegen des Bootes besucht und die Grüße der SPD-Landtagsfraktion überbracht. Kurz darauf wurde dann im Landtag erneut über Stahl, die avisierte Fusion, deren gravierenden Folgen und vor allem über das Verhalten der Landesregierung diskutiert.

Das Unverständlichste oder sogar Unverschämteste dieser Woche? Die Einlassungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden in der Stahldebatte zum Handeln der früheren Landesregierung. Gut, dass Norbert Römer für die SPD-Fraktion sofort öffentlich reagiert hat. ich bin gespannt, ob es eine Richtigstellung und Entschuldigung der CDU gibt.

Das Bemerkenswerte in dieser Woche: die Ausstellung „Gelebte Reformation – Die Barmer Theologische Erklärung“, die nicht nur sehenswert, sondern ausgesprochen informativ, und noch bis zum 3. November bei uns im Landtag zu sehen ist. Nach dem Luther-Film im letzten Jahr, dem Theaterstück in diesem Frühling, ist die Ausstellung der dritte Beitrag zum Reformationsjahr, der im Landtag stattfindet. Und mit einer großen Festveranstaltung der Evangelischen Kirche – ebenfalls im Landtag – wird dieser Reformations-Reigen am nächsten Dienstag abgeschlossen. Mit dieser Ausstellung kann und soll die Diskussion über das Verhältnis von Kirche und Staat, gerade und besonders in unserer heutigen Zeit, angestoßen bzw. vertieft werden.

Mit Dankbarkeit und Freude blicke ich in dieser Woche auf den Parlamentarischen Abend der „NRW-Stiftung Natur – Heimat – Kultur“, bei der ich meine Freunde der Saline Gottesgabe schon so rasch wiedergetroffen habe. Jules Vleugels und Thomas Liedmeyer haben alle Abgeordneten und weiteren Gäste mit großer Begeisterung und viel Freude über das Gewinnen von Salz in der Saline Gottesgabe in Rheine-Bentlage und über das Engagement der NRW-Stiftung zur Erstellung der Schausiedepfanne, bei der ich ja Schirmherrin bin, informiert.

Mit Stolz und Freude hat mich erfüllt, dass anlässlich dieses Parlamentarischen Abends das wunderbare Bild „Der Kahle Asten“ aus der Bilderreihe mit der roten Couch von Horst Wackerbarth im Landtag angekommen ist. Die Bilderreihe „heimat.nrw“ ist das Geburtstagsgeschenk, das die NRW-Stiftung uns allen und sich selbst im letzten Jahr anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens gemacht hat. Und der „Kahle Asten“ hat nun im Landtag, neben dem Raum der Stille, seinen Platz gefunden.

Nicht vergessen darf ich, aus der letzten Woche zu berichten, dass auch der traditionelle Parlamentarische Abend der Sparkassenverbände bei uns im Landtag stattgefunden hat. Viele gute Gespräche und Begegnungen haben den Abend ebenso abgerundet, wie die Ansprache der neuen Präsidentin des Sparkassen- und Giroverbades in Westfalen-Lippe Frau Professor Dr. Liane Buchholz.

Was sich sonst noch Wichtiges und Aktuelles im und rund um den Landtag und die Landespolitik ereignet hat, kann man gut auf der Homepage des Landtags nachlesen. Zum Beispiel: die Mandatsniederlegung von Christian Lindner, die Verpflichtung des neuen Kollegen Lorenz Deutsch, das Gedenken an den verstorbenen ehemaligen Landtagsvizepräsidenten Dr. Riemer, oder dass die neue Ausgabe von Landtag intern online abrufbar ist. In dieser Ausgabe gibt es übrigens ein Portrait über mich.

Die letzten Informationen für Heute: erstens, der VfL Bochum hat, nachdem Anfang der Woche der Trainer entlassen, der Kapitän für zwei Wochen suspendiert wurde, die Fans und Mitglieder nicht ganz zu Unrecht richtig sauer wegen des Zeitpunktes sind, und Sportvorstand Christian Hochstätter massiv in die Schusslinie der Kritik geraten ist, in einem über lange Strecken sehr guten Spiel am Samstag zwar nicht alles aus seinen Chancen herausgeholt, aber sehr berechtigt 2:0 gewonnen. Gut gemacht!

Zweitens: unser SPD-Parteitag in Bochum, der erste nach der Bundestagswahl, war nicht nur gut besucht, sondern wir haben intensiv und sehr ehrlich, aber vor allem nach Vorne gewandt, analysiert, diskutiert, angeregt und uns auf den Weg der Erneuerung begeben. Ein solcher Parteitag kann nur der erste Schritt sein. Jetzt müssen viele weitere, auf allen Ebenen, in allen Gremien, und vor allem mit den vielen neuen Mitgliedern folgen.

Und zum Dritten: schaut euch doch mal das letzte Foto an. Das bin wirklich ich. Wann und wo es aufgenommen wurde, weiß ich nicht mehr. Leider kann sich auch Werner Neveling, der neben mir auf dem Foto zu sehen ist, nicht mehr erinnern. Aber er hat das Foto beim beruflich bedingten Aufräumen und Kistenpacken gefunden und mir mitgebracht. Menschenskinder, was waren wir da noch jung!