Der neue Wochenbericht – voller Informationen und mit vielen Bilder.

Der erste Advent und pünktlich heute schneit es in Bochum. Da ich die Advents- und Weihnachtszeit sehr mag, kommt mir das schon wie ein klitzekleines Adventswunder vor. Und irgendwie finde ich – nach einer richtig vollgepackten Woche – darf man auch einen Moment aus dem Fenster schauen, sich zurücklehnen, und einfach nur genießen. Insbesondere weil ich am Dienstag Nachmittag ja noch einen ganz anderen, eher sonnigen, Blick auf die Düsseldorfer Altstadt werfen konnte. Trübe Aussichten, den ganzen Tag über, und dann – auf einmal – Sonne (!) und zwar goldenen Spätnachmittagssonne.

Wunder darf man im Rahmen von Plenartagen und parlamentarischen Debatten ja nicht erwarten, aber Überraschungen – positive wie negative – durchaus schon. Eine für die Betroffenen und die Kommunen gute Überraschung, und damit ein politischer Erfolg, der auf das Konto der Opposition und der öffentlichen Proteste geht, ist die Ankündigung der Regierung, dass der Landeszuschuss für das Sozialticket nun erst einmal in voller Höhe weitergezahlt werden soll.  Auch wenn in CDU und FDP etliche Pirouetten drehen mussten, um ihre Kehrtwendung in der Sache als sachgerechte Weiterentwicklung darzustellen, das Ergebnis ist erst einmal gut und schafft für ein paar Wochen Luft. Aber, eine richtige „Entwarnung“ in der Sache, sieht anders aus. Deshalb müssen wir alle vorsichtig und aufmerksam bleiben.

Vieles zu den Plenartagen, die wichtigsten Entscheidungen, und meine Einschätzung zum Sozialticket, kann man entweder auf der Seite des Landtags selbst, auf der Seite der SPD-Landtagsfraktion, in unserem Bochumer Landtags-Newsletter, oder auf meiner Facebookseite nachlesen und anschauen. Das brauche ich nicht zu wiederholen. Deshalb will ich zum einen berichten, dass das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) die Abgeordneten zu einem Parlamentarischen Frühstück eingeladen hat. Parlamentarische Frühstücke sind Informations- und Netzwerktreffen, die einen wirklich unschlagbaren Vorteil haben. Man weiß nämlich genau, dass sie spätestens kurz vor 10:00 Uhr, der Beginn unserer Plenarsitzungen, beendet sein werden. Gerade zum CJD kommen immer wieder viele Abgeordnete, auch diesmal, obwohl wir ja noch am Beginn der Wahlperiode sind und manche liebgewonnene Tradition – das CJD-Infofrühstück zählt dazu – erst wieder eingeübt werden müssen.

Das CJD informiert einmal im Jahr im Landtag über seine vielfältige Arbeit als Chancengeber. Das Motto des CJD lautet seit seiner Gründung „keiner darf verloren gehen“.

Das CJD versteht sich selbst als Chancengeber und arbeitet genau unter diesem Motto auch mit Jugendlichen, die besondere Hilfe und Unterstützung benötigen. In vielen Wahlkreisen ist das CJD mit Einrichtungen und Angeboten vertreten. Deshalb sind die Kontakte zu den Abgeordneten für das CJD so wichtig, und umgekehrt natürlich auch. Ich kenne und schätze die Arbeit und die Verantwortlichen des CJD seit vielen Jahren und bin froh, dass diese Vernetzungstreffen bei uns im Landtag stattfinden. Gerne habe ich die Begrüßung übernommen und noch einmal, vor allem für die neuen Abgeordneten, das CJD, seine Arbeit und sein christliches Selbstverständnis dargestellt.

Zum anderen will ich über eine zweite gute und wichtige Tradition berichten, nämlich über den Informationsstand der Aidshilfe NRW anlässlich des Weltaidstages. Dass ich dort war, gespendet und meine guten Bekannten aus dem Landesvorstand der Aidshilfe NRW getroffen habe, versteht sich von selbst. Wie immer war auch mein Freund Arne Kayser dabei. Und nicht nur dort habe ich Arne Kayser von der Aidshilfe Bochum getroffen, sondern auch am Samstagabend beim 2. Festlichen Konzert der Bochumer Symphoniker für die Deutsche Aids-Stiftung.

Im letzten Jahr, bei der ersten Gala, war ich Schirmherrin. In diesem Jahr hat Professor Norbert Lammert diese Aufgabe übernommen. Die Bochumer Symphoniker waren großartig, wie immer. Geradezu überwältigend waren allerdings die verschiedenen Solisten aus aller Welt. Alle Künstler sind übrigens für die gute Sache ohne Gage aufgetreten. So ist dann auch wieder ein großer Betrag, nämlich rund 35.000 Euro, wie die Aids-Stiftung berichtet, für verschiedene Projekte zusammengekommen. Ein Teil der Benefiz-Einnahmen ist übrigens auch für unser Bochumer Zentrum WIR – Walk in Ruhr – bestimmt.

Neben den zum Teil sehr kontroversen und dadurch spannenden Debatten während der Plenartage, hatte ich noch Besuch von zwei wirklich „alten“ Freunden, nämlich Martin und Hubertus, mit denen ich vor rund 30 Jahren beim Heinz-Kühn-Bildungswerk Wochenendseminare als Trainerin bestritten habe. Ein wunderbares Wiedersehen, das wir bald wiederholen wollen. Außerdem war der SPD Ortsverein Grumme-Vöde mit einigen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu Besuch. Leider am Freitag, an dem gar keine Plenumssitzung mehr stattfand. Aber, den Fragen und vor allem der Diskussion hat das keinen Abbruch getan. Und letztlich blieb so auch ausreichend Zeit, das Haus der Bürgerinnen und Bürger, den Landtag, mit all seinen Tannenbäumen, die jetzt in der Adventszeit die Bürgerhalle und die Fraktionsfoyers schmücken, anzuschauen.

Ein paar der Bochumer Sozialdemokraten hatte ich bereits am Montag auf unserem Parteitag in Bochum getroffen. Ein Parteitag, der natürlich die aktuellen Entwicklungen in Berlin rund um das Thema „Regierungsbildung und die Rolle der SPD“ diskutiert hat. Aber auch die vielen Anträge aus den Ortsvereinen und Stadtbezirken kamen nicht zu kurz. Dass der Parteitag viel länger als ursprünglich geplant gedauert hat, war dann auch keine Überraschung.

Als letztes will ich noch von unserem Besuch in der Christopherus-Schule in Bochum-Gerthe, also mitten in meinem Wahlkreis, berichten. Karsten Rudolph und ich waren am letzten Montag dort, und haben ein paar Stunden am Unterricht dieser besonderen Förderschule in Elternträgerschaft teilgenommen. Ein beeindruckendes Erlebnis, mit guten Gesprächen, vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler, überraschenden Unterrichtsinhalten, die wir ein klein wenig mitgestalten durften, und vor allem dem Versprechen, recht bald wiederzukommen. Doch zuvor wird die 11. Klasse erst einmal uns im Landtag besuchen. Darauf freuen wir uns schon heute. Und nicht nur die Christopherus-Schule bereitet sich jetzt im Advent auf Weihnachten vor. Überall findet man Tannen, Kerzen, Adventsschmuck und vieles mehr. Auch bei uns zu Hause und in meinem Büro.