Carina Gödecke, Karsten Rudolph und Serdar Yüksel: Landesregierung wackelt bei Thyssenkrupp

„In der Industriepolitik folgt die schwarz-gelbe Landesregierung offenbar dem Motto: schweigen und verharmlosen. Mehrere tausend Arbeitsplätze auch hier in Bochum stehen auf dem Spiel und bislang ist man sich anscheinend noch nicht einmal einig, ob die Fusion zwischen Thyssenkrupp und Tata-Steel überhaupt auf dem kommenden Stahlgipfel thematisiert werden soll“, kritisierten die drei Bochumer SPD-Landtagsabgeordneten Carina Gödecke, Karsten Rudolph und Serdar Yüksel vor dem geplanten Stahlgipfel am 18. Dezember. Die geplante Fusion bedroht zahlreiche moderne Industriearbeitsplätze in Bochum und gewachsenes Know-How im Stahlbau. Der in Bochum produzierte Flachstahl ist eine Schlüsseltechnologie für den Fahrzeug- bzw. Maschinenbau. „Wer diese aufgibt, gefährdet leichtfertigt ein zentrales Element in einer wichtigen Wertschöpfungskette“, so Gödecke, Rudolph und Yüksel.

„Wettbewerbsfähige Produktionstechnologien wären dann nicht mehr bei uns zuhause, sondern im Ausland. Eine Strategie der schwarz-gelben Landesregierung, die Industriearbeitsplätze zu verteidigen, ist leider noch nicht einmal im Ansatz zu erkennen. Wirtschaftsminister Pinkwart stellt sich offen auf die Seite der Unternehmensleitung und trägt zur Auflösung der sozialen Marktwirtschaft in unserem Land bei. Mitbestimmung ist offenbar ein Fremdwort für diesen Minister. Arbeitsminister Laumann schweigt. Ministerpräsident Laschet wackelt.“ Dies erklärten die drei Bochumer SPD Abgeordneten.