Bochum man tau – Düsseldorf helau! Ein Wochenbericht der etwas anderen Art

Wer Karneval nicht mag, sollte den heutigen Wochenbericht auf keinen Fall bis zum Schluss lesen und sich noch viel weniger alle Bilder anschauen. Denn die Karnevalisten und Freunde des Winterbrauchtums – also der närrischen, fünften Jahreszeit – befinden sich im karnevalistischen Ausnahmezustand. Da dürfen wir, Heinz-Martin und ich, natürlich nicht fehlen. Zumal uns Karneval richtig viel Spaß macht. Aber auch der sonst so seriöse Landtag hat sich am letzten Dienstag in ein großes, buntes und munteres Narrenschiff verwandelt. Doch dazu gleich mehr. Erst einmal das, was nichts mit Karneval zu tun hat.

Am Freitag ist die zweite Arbeits- und Praktikumswoche für die vielen Praktikantinnen und Praktikanten der SPD-Landtagsfraktion zu Ende gegangen. Alle haben von jeder Menge neuer Eindrücke, anstrengenden Tagen, interessanten Begegnungen, und besonderen Erfahrungen berichtet. Ich bin sicher, die allerwenigsten der Schülerinnen und Schüler hätten sich die Arbeit der Landtagsabgeordneten so vorgestellt, wie sie sie jetzt 14 Tage lang kennengelernt haben.

Laura, meine Praktikantin, hat richtig klasse durchgehalten und mit großem Engagement das, was sie eigenverantwortlich übertragen bekommen hat, bearbeitet. Danke dafür!

Am Montag wurde in Bochum das neue Justizzentrum, in dem das Landgericht, das Amtsgericht, das Arbeitsgericht und die Staatsanwaltschaft unterbracht sind, offiziell eingeweiht. Ein architektonisch absolut sehenswerter Gebäudekomplex, in den die denkmalgeschützte Fassade des früheren Gymnasiums am Ostring integriert wurde und so erhalten blieb. Schade nur, dass bei all den vielen, vielen Gästen, die eingeladen waren, ausgerechnet der frühere Justizminister Thomas Kutschaty keine Einladung bekommen hatte.

Neben den „üblichen“ Terminen, also Fraktionsvorstands-, Arbeitskreis- und Fraktionssitzungen, parlamentarischen Gesprächen und Begegnungen – wie zum Beispiel mit der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen – jeder Menge Telefonate, Schreibtischarbeiten, Vor- und Nachbereitungen, habe ich mich auch wieder einmal mit dem Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Saline Gottesgabe e.V., mit Jules Vleugels aus Rheine, getroffen. Und, was soll ich sagen? Seit Dienstag bin ich nun auch Vereinsmitglied. Da mir die Saline und der überaus engagierte Förderverein sehr ans Herz gewachsen sind, war das ein fast schon überfälliger Schritt.

Und noch einmal nichts Karnevalistisches, dafür aber etwas sehr Sportliches. Am heutigen Sonntag hatte nämlich der Stadtsportbund Bochum zu seinem Jahresempfang eingeladen. Dieser Empfang ist seit langem eine gelungene Mischung aus: offiziellen Reden, sportlichen Showacts, die stets durch unsere eigenen Vereine beigesteuert werden, Ehrung von verdienten Sportlern und besonders engagierten Ehrenamtlichen und langjährigen Unterstützern des Bochumer Sports, und jeder Menge Gesprächen und Begegnungen. Mit ein paar Bildern kann ich vielleicht einen kleinen optischen Eindruck von einem kurzweiligen Vormittag und Mittag vermitteln.

So, und jetzt der Hinweis für alle Karnevalsmuffel: jetzt kommt nur noch Karneval! Wer das nicht mag, sollte jetzt aufhören zu lesen und zu schauen.

Den Anfang macht das närrische Treiben im Landtag. Mehr als 130 Prinzenpaare, Dreigestirne, Tollitäten wurden empfangen, mit Orden geschmückt, und auf der Bühne dem närrischen Volk vorgestellt. Aus Bochum  war – natürlich – unser weibliches Dreigestirn, Prinzessin Birgit I., Jungfrau Christiane I. und Bäuerin Petra II. vor Ort. Aber auch Prinz Mike I. aus Bochum-Werne war gekommen. Und auch das Wattenscheider Prinzenpaar durfte nicht fehlen.

Wir waren am Ende so viele Bochumer, dass wir kaum auf ein Foto gingen. Naja, fast. Aber wir hatten Spaß ohne Ende, und so manches „Bochum man tau“ und selbstverständlich auch „Wattsche helau“ erklangen bereits lautstark am Nachmittag und erst recht am Abend.

Und weiter ging es am Freitag bei uns in Bochum mit dem wunderbaren, einmaligen, kaum zu beschreibenden Karneval der Zwerge von Christ König. Jahr für Jahr bringen die Zwerge eine rasante und kurzweilige Karnevals-Show auf die Bretter, die zumindest an diesem Abend auch die Welt bedeuten. Meine Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, der Bezirksbürgermeister Marc Gräf aus dem Süd-Westen mit seiner Frau Sonja, und Heinz-Martin und ich hatten viel Spaß bei der Show, die unter dem Motto „Casino“ stand. Diesmal war es nicht ganz einfach, die passende Verkleidung zu finden. Aber, wir haben es geschafft – schaut selbst.

Den Abschluss bildet dann, zumindest für heute, der Karneval in Düsseldorf. Die Leibgarde der Venetia – so heißt die Prinzessin in Düsseldorf (für alle Unkundigen) – die Prinzengarde der Stadt Düsseldorf „Blau-Weiss“ e.V. 1927 hat ihre große Kostümsitzung im ausverkauften großen Saal des Hilton Hotels gefeiert. Ein tolles Programm, viel Spaß, großartige Kostüme … Und wer es nicht glauben kann, das nette Vampirpaar, das sind wirklich wir. Einige liebe Menschen, die uns gut kennen, haben uns nicht auf Anhieb erkannt. Also, alles richtig gemacht.

Mein persönlicher Favorit im Abendprogramm war übrigens die Tanzgruppe „High Energy“, die Showtanz vom allerbesten präsentiert hat. deshalb gibt es auch ein paar Fotos von dieser tollen Truppe. Und nächste Woche, ja da gibt es dann noch viel mehr Karneval. Versprochen!