Der Frühlingsanfang steht erst noch vor der Tür – mein neuer Wochenbericht kann aber bereits heute gelesen werden

Auch wenn der kalendarische Frühlingsanfang noch ein paar wenige Tage auf sich warten lässt, die SPD im Bochumer Osten hatte am Sonntag wieder zu ihrem traditionellen Frühlingsempfang eingeladen. Und was soll ich sagen, mehr als 120 Gäste – ganz überwiegend keine SPD-Mitglieder – sind gekommen. Als Vorsitzende habe ich mich sehr darüber gefreut. Zumal es Mitte letzter Woche noch gar nicht danach aussah. Offensichtlich melden sich immer mehr Gäste immer später an. Für Organisatoren ist das nicht ganz stressfrei. Aber besser, es kommen viel mehr als sich gemeldet haben, als umgekehrt.

Gastredner war in diesem Jahr unser Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, der einen Überblick über Bochum als Stadt im Wandel und der Erneuerung gegeben hat. Sehr informativ, wie man an den teils erstaunten, teils ungläubigen, und an der ein oder anderen Stelle auch an den Reaktionen, die gerne widersprochen hätten, gemerkt hat. Unsere Bundestagsabgeordnete und neue Staatsministerin für auswärtige Kulturpolitik – Michelle Müntefering – hat ebenfalls den Frühlingsempfang besucht. Doch im absoluten Mittelpunkt standen auch in diesem Jahr wieder das persönliche Gespräch, der Austausch, das Netzwerken. Und – natürlich – unser Kuchenbuffet. Selbstverständlich alles selbstgebacken. Keine Frage. Als besondere Überraschung konnten wir an diesem Nachmittag zwei neuen SPD-Mitgliedern ihre Parteibücher überreichen. Herzlich willkommen in der großen Familie der SPD.

Apropos Höhepunkt. Der Höhepunkt der letzten Woche war natürlich der Besuch des Bundespräsidenten bei uns in Nordrhein-Westfalen. Der Besuch im Landtag war zwar – zeitlich betrachtet – nur eine Stippvisite, aber eine wichtige und interessante. Und eine, die sogar noch Zeit für ein  kurzes persönliches Gespräch ließ. Vor einem Jahr war Frank-Walter Steinmeier auch schon Gast im Landtag, damals noch als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl. Die Herzlichkeit und Vertrautheit der damaligen Begegnung ist übrigens darauf zurückzuführen, dass wir uns schon richtig lange kennen. Warum? Ganz einfach: wir kennen uns  deshalb schon so lange – zwei ältere Fotos,aus den Jahren 2017 und 2013, zeigen genau das – weil ich 10 Jahre Parlamentarische Geschäftsführerin meiner Fraktion war und Frank-Walter Steinmeier in dieser Zeit erst Kanzleramtsminister, später Fraktionsvorsitzender, dann Kanzlerkandidat und zuletzt Außenminister. In dieser Zeit sind wir uns wirklich recht häufig begegnet. Deshalb war auch die Begegnung am letzten Montag sehr persönlich, vertraut und herzlich. der Landtag hat übrigens nicht nur Fotos, sondern auch einen kurzen Film zum Besuch veröffentlicht.

Am Abend ging es dann nach Aachen, in den Krönungssaal des Historischen Rathauses. Dorthin hatte der Ministerpräsident zu Ehren des Bundespräsidenten und seiner Frau eingeladen. Ein würdiger Rahmen, ein wunderbarer Ort für solche Empfänge, drei unterschiedliche und nachdenkenswerte Reden – vom Ministerpräsidenten, dem Bundespräsidenten und dem Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp – und viele Persönlichkeiten aus unserem Land, mit denen man auch nicht jeden Tag zusammenkommt.

Weil ich ja nicht jedes Mal in meinem Wochenbericht zusätzlich über die ganz normalen Sitzungen im Landtag, obwohl es diesmal sogar zwei echt spannende Anhörungen in meinen beiden Ausschüssen – Hauptausschuss und Ausschuss für Schule und Bildung – gegeben hatte, über den Arbeitsalltag am Schreibtisch, Gespräche und Treffen im Rahmen meiner Wahlkreisarbeit … berichten will, zeige ich einfach noch ein paar Bilder vom Steiger-Award in Dortmund.

Frau Professor Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., hielt die Laudatio auf Avi Primor, früherer Botschafter Israels in Deutschland, der einen Preis in der Kategorie Toleranz verliehen bekam. Beeindruckend waren seine klaren und unmissverständlichen Worte zur Nahostpolitik. Sein Fazit: Frieden zwischen Israel und Palästina kann es nur geben, wenn dazu Druck ausgeübt wird. Den Druck sollten, laut Avi Primor, die USA auf Israel ausüben. Dass das Wirkung zeigen würde, leitet er daraus ab, dass Israel sehr von der USA abhängig sei.

Ganz anders beeindruckend, weil überzeugend und engagiert pro-europäisch in viel zu häufig anti-europäischen Zeiten, war die Rede des Premierministers des Großherzogtums Luxemburg Xavier Bettel. Er bekam, wie hätte es auch anders sein können, den Steiger in der Kategorie Europa. Und auch der Nachwuchs wurde geehrt. Die beiden Musiker-Brüder Markus und Thomas Danninger, bekannt als Musiker-Pop-Duo Zweikanalton, haben das Publikum nachhaltig musikalisch beeindruckt. Und mit diesen Bildern endet dann auch der Wochenbericht für heute.