Kleine Anfrage: Höhere Ausbildungsvergütung auch für Anwärter im gehobenen Dienst der Feuerwehr?

Die drei Bochumer Landtagsabgeordneten Carina Gödecke, Prof. Dr. Karsten Rudolph und Serdar Yüksel richteten eine Kleine Anfrage (Drucksache 17/2353) an die schwarz-gelbe Landesregierung.

Worum geht es?

Höhere Ausbildungsvergütung auch für Anwärter im gehobenen Dienst der Feuerwehr?

Um den Bewerbermangel bei den Berufsfeuerwehren gerade im Bereich der Brandmeister entgegen zu wirken, hat der Landtag im April 2017 das Gesetz über den „Anwärtersonderzuschlag“ für Anwärterinnen und Anwärter der Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt (früherer mittlerer Dienst) verabschiedet. Damit erhalten Anwärterinnen und Anwärter im mittleren Dienst der Berufsfeuerwehren, die sich in Ausbildung befinden und vorher einen für den Feuerwehrberuf geeignete handwerkliche Ausbildung abgeschlossen haben, einen monatlichen Zuschlag von 1050 Euro zu ihrem Grundgehalt. Voraussetzung für die Zahlung des Sonderzuschlages ist die Feststellung des „erheblichen“ Bewerbermangels durch die Kommunalen Spitzenverbände und die entsprechende Meldung an das Innenministerium.

Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren haben nun darauf aufmerksam gemacht, dass neben Brandmeistern auch dringend akademische Führungskräfte aus unterschiedlichen Fachbereichen wie Physik, Chemie oder Bauingenieurswesen gesucht werden. Diese „akademischen“ Quereinsteiger in den Feuerwehrberuf finden bei der Neuregelung des Anwärtersonderzuschlags jedoch keinerlei Berücksichtigung, sondern erhalten während der Ausbildungszeit ausschließlich die Ausbildungs-Vergütung in Höhe von 1000 Euro. Neben dem Umstand, dass die Brandmeisteranwärter im mittleren Dienst somit das doppelte Gehalt gegenüber den Anwärterinnen und Anwärtern im gehobenen Dienst verdienen, konkurriert die Feuerwehr laut Aussage der Komba-Gewerkschaft Köln bei akademisch ausgebildetem Personal zudem in erheblichem Maße mit der freien Wirtschaft, die die Uni-Absolventen mit viel höheren Gehältern lockt.

Lest die komplette Anfrage hier: Drucksache 17/2353

Natürlich reichen wir die Antwort nach, sobald sie uns seitens der Landesregierung vorliegt.