Maiabendfest in Bochum, Tierparkbesuch, Plenum und noch einiges mehr im neuen Wochenbericht

„Es kann ja nicht immer so bleiben …“ so beginnt das Bochumer Jungenlied, das in meiner Heimatstadt fast jeder kennt und singen kann. Den Beweis dafür haben wir an diesem Wochenende gleich mehrfach angetreten. Denn natürlich darf dieses „Heimatlied“ beim Bochumer Maiabendfest nicht fehlen.

Das Bochumer Maiabendfest konnte sogar seinen 630. Geburtstag feiern. Und pünktlich zu diesem besonderen Anlass hat sich die Maiabendgesellschaft wieder etwas „Neues“ einfallen lassen. Zum ersten Mal sind die kommunalen Stadtbezirke in unserer Stadt mittels einem fröhlichen und unterhaltsamen Wettstreit in das Fest integriert worden. Die Bezirksbürgermeister waren die Teamführer und natürlich hat Andrea Busche, meine Bezirksbürgermeisterin aus dem Bochumer Osten, das supertoll gemacht.

Was das Maiabendfest ist, habe ich schon ganz oft beschrieben. Hier kommt jetzt ein Link und dann nur noch die sehr verknappte Kurzform: die Dortmunder haben dem Grafen Engelbert 1388 Kühe geklaut, die dann die Bochumer Junggesellen zurückgeholt haben. Zum Dank hat Graf Engelbert ihnen erlaubt, sich Jahr für Jahr am Vorabend des 1. Mai einen Baum aus seinem Wald im Bockholt zu holen, der im wahrsten Sinne des Wortes „versilbert“ und anschließend „versoffen“ wurde.

Deshalb gibt es den Ausmarsch nach Harpen, wo der Junggesellenhauptmann den Baum ausgraben muss, den großen Festumzug zurück in die Bochumer Innenstadt, und eine Feier für die ganze Familie, die am Sonntag in einem wunderbaren Familienfest mündet. Am Freitagabend wird mit einem ökumenischen Gottesdienst, einem kleinen Festumzug und vor allem dem Großen Zapfenstreich der wichtige Samstag eingeleitet. Auch in diesem Jahr durfte ich die Rede beim Zapfenstreich halten. Eine große Ehre, denn zweimal in unmittelbarer Folge hat das noch nie Jemand tun dürfen.

Hier kommen jetzt – unkommentiert – eine Menge Fotos, die einen Eindruck von unserem Maiabendfest vermitteln sollen. Gut, dass das Wetter in diesem Jahr richtig gut mitgespielt hat. Die Stadtbezirke haben übrigens alle ihr erkämpftes Preisgeld zusammengelegt, und an den Verein „Mentor – Die Leselernhelfer Bochum e.V.“ gespendet. Immerhin sind das 2.000 Euro und der Scheck wurde auch sofort vor Ort übergeben. Prominenter Pate für diesen Verein ist der Bochumer Schauspieler Thomas Anzenhofer, der sich sehr über den Scheck gefreut hat.

Selbe Woche, aber ganz anderes Thema: am Freitag haben meine Kollegen Dr. Karsten Rudolph, Serdar Yüksel und ich wieder einen unserer Bochum-Tage durchgeführt. Zur Erinnerung: dabei besuchen wir Vereine, Verbände, Institutionen, Einrichtungen, Firmen … und informieren uns, nehmen Anregungen mit und koppeln Ideen und politische Initiativen rück. Diesmal waren wir erst beim VfL Bochum – da gibt es zwar kein Foto, weil wir schlichtweg vergessen haben eins zu machen – dafür können wir aber ganz herzlich zum nächsten Heimsieg gratulieren.

Danach haben wir, und es bleibt sportlich, den Stadtsportbund Bochum besucht. Und dann ging es in unseren Bochumer Tierpark. Das war so richtig, richtig toll. Denn in den letzten Jahren ist dort tüchtig erneuert, aufgefrischt und verändert worden. Also konnte man uns jede Menge zeigen und erklären. Zum Publikumsmagneten für die Kleinen hat sich der fantastische Spielplatz entwickelt.

Und was die Tiere angeht, sind auch bei uns in Bochum die Erdmännchen die absoluten Superstars. Ich durfte mit ins Gehege, um sie zu füttern. So weit wunderbar. Aber gefüttert werden sie mit lebenden (!) Würmern, die man in die Hand nehmen muss. Puh, das war im ersten Moment eine echte Überwindung, aber es ging. Was ich aber vorher nie und nimmer gedacht hätte. Nur die dicken Maden, die sehr gekitzelt haben, waren nicht mehr so toll. Und meine Kollegen – die haben aus sicherer Entfernung „dumme“ Witze gerissen. Was soll´s, ich habe mich mehr als tapfer geschlagen. Und das reicht mir! Danke an Serdar, der alles im Bild festgehalten hat.

Dass Mädels weder vor Würmern, noch vor Berufen, die nicht zu den typischen Frauenberufen zählen, zurückschrecken, machen – immer wieder – der Girls Day und die verschiedenen Programme an diesem Tag deutlich. In diesem Jahr habe ich zum „Girls und Boys Day“ im Landtag eine Gruppe interessierter jungen Mädchen und Jungs aus der Nelson-Mandela-Sekundarschule in Bochum eingeladen.

Und zwei Tage später, zum eigentlichen Girls Day, der diesmal als politischer Erfahrensaustausch der SPD-Landtagsfraktion geplant war, hat mich Lara aus der Matthias-Claudius-Schule besucht. Die Gruppe aus der Nelson-Mandela-Schule werde ich bald noch einmal besuchen. Lara wird bestimmt irgendwann einmal ein Praktikum bei mir machen. Mich würde es sehr freuen.

Und bereits am Dienstagabend gab es mal wieder Poetry-Slam in einer Bochumer Schule. In einem Workshop-Schüler-Projekt der Friedrich-Ebert-Stiftung hat sich die Erich-Kästner-Gesamtschule mit dem Thema Europa auseinandergesetzt. Am Ende sind 10 Schüler gegeneinander angetreten. Das ganze findet übrigens an insgesamt 10 Schulen in NRW statt. Und die Gewinner aus den 10 Städten werden im Juni im Finale in Düsseldorf zeigen, was sie über die Vortragsform Poetry-Slam gelernt haben. Unterstützt und angeleitet werden die Schüler durch den bekannten Poeten und Poetry-Slamer Quichotte.

Und da wir Plenartage hatten, hat es auch eine Besuchergruppe gegeben, die wir gleich zu Dritt betreut haben, denn nach Düsseldorf haben wir zum einen Neumitglieder in der SPD und zum anderen unsere sehr aktive Juso-Schülergruppe eingeladen. Eine richtig spannende Diskussion und viele Fragen zum Arbeitsalltag von uns Abgeordneten, dem Ablauf von Plenarsitzungen und auch zur Zusammenarbeit im Parlament haben die eine Stunde Diskussion ratz fatz umgehen lassen.

Dass die SPD-Landtagsfraktion einen neuen Vorsitzenden, Thomas Kutschaty, und eine neue Parlamentarische Geschäftsführerin, Sarah Philipp, gewählt hat, konnte man wirklich überall nachlesen, so dass ich das weder berichten, noch kommentieren muss. Dass sich der Ministerpräsident bei seiner Unterrichtung zur Ruhrkonferenz nicht mit Ruhm bekleckert hat, konnte ebenfalls überall nachgelesen werden. Und das selbe gilt dann auch noch für Ministerin Schulze-Föcking, die in der Fragestunde und am folgenden Tag in der Aktuellen Stunde zur Auflösung der Stabsstelle für Umweltkriminalität – wie übereinstimmend berichtet wird – fahrig, unsicher, nicht glaubwürdig wirkte.

Was es sonst an den Plenartagen gab, findet man auch in unserem neusten Newsletter. Und wer all das verpasst hat, kann es dennoch überall nachlesen. Deshalb will ich nicht den 100. Kurzbericht dazu verfassen, sondern mich einfach nur bis zur nächsten Woche verabschieden.