80 Jahre nach dem Terror: Sozialdemokraten erinnern an Verfolgung und warnen vor neuem Antisemitismus

80 Jahre nach der Verwüstung der Bochumer Synagoge und der massiven Verfolgung jüdischer Mitbürger erinnert die SPD Bochum an die blinde Wut und den tödlichen Hass, die auch in Bochum zahlreiche Opfer forderten.

Es waren nicht nur wenige Männer und Frauen, von denen die Gewalt gegen Mitbürger und Nachbarn ausging. Viele waren daran beteiligt. Teils aus brutalem Hass, teils aus Verblendung, beteiligten sie sich an dem Pogrom des 9. November 1938.

„Wir schauen mit Grauen auf die Vergangenheit. Und zugleich sind wir voll Hoffnung, dass wir solche Niedertracht nicht mehr erleben werden.

Die Schüler der Erich-Kästner-Schule werden bei der zentralen Gedenkveranstaltung an das Geschehen erinnern. Hier stehen die jungen Menschen, also die Zukunft unserer Stadt, deutlich für das Erinnern und zugleich für die Freiheit und Gleichheit in unserem Land. Unsere Jugend ist zugleich auch ein Bollwerk gegen neuen Antisemitismus.“, begrüßte der Bochumer SPD-Vorsitzende Karsten Rudolph dieses Engagement.

Aber für Sozialdemokraten ist der 9. November auch immer ein Tag des demokratischen Aufbruchs. An diesem Tag wurde 1918 die erste Republik in Deutschland durch den Sozialdemokraten Philipp Scheidemann ausgerufen und im Jahre 1989 fiel die Berliner Mauer.

So steht die Bochumer SPD mit ihren über 4.000 Mitgliedern damals wie heute für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in unserer Stadt.

Wir leben hier seit vielen Jahrzehnten in einer Gesellschaft der Vielen, der vielen Kulturen, Religionen und Meinungen. Wir widerstehen jeder Unterdrückung und Verfolgung und warnen vor dem neuen Antisemitismus. Der 9. November ist für uns ein Tag, an dem wir die Kenntnis der Vergangenheit nutzen, um für eine gute Zukunft zu kämpfen.