Advent, Advent – nun brennt schon die zweite Kerze am Adventskranz und Weihnachten ist jetzt auch nicht mehr fern

Auch wenn der Blick nach draußen „Weltuntergangs-Wetter“ zeigt, heute haben wir schon den 2. Advent und Weihnachten rückt bereits in greifbare Nähe. Im Landtag bereiten wir uns in diesen Tagen auf die abschließenden Haushaltsplanberatungen vor – die dritte Lesung wird ja immer durch die Fraktionsvorsitzenden bestritten und gilt als „Elefantenrunde“ – und damit natürlich auch auf die letzten Plenartage, in denen erfahrungsgemäß alles abgearbeitet werden muss, was zum Jahresende fertig sein sollte oder muss. Das heißt, es liegen lange und anstrengende Plenartage vor uns.

Ganz und gar nicht anstrengend, sondern vielmehr sehr schön und entspannt war ein Mittagessen, zu dem der Landtagspräsident anlässlich meines 60. Geburtstags eine kleine Runde, ehemalige Präsidenten und Vizepräsidenten, und einige meiner früheren Parlamentarischen Geschäftsführerkollegen, eingeladen hatte. Eine gute Traditon, die im Landtag seit je her gepflegt wird.

Die Vorweihnachtszeit ist im Landtag seit langen Jahren auch die Zeit wichtiger Veranstaltungen. Am Dienstag haben wir gemeinsam mit den jüdischen Gemeinden und Freunden Chanukka gefeiert und die dritte Kerze am Leuchter, der Chanukkia, angezündet. Chanukka, das Lichterfest, erinnert an das Wunder bei der Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem und gehört zu den ganz wichtigen Festen im Judentum.

Am Donnerstagabend wurde im Landtag der Medienpreis TOM verliehen. TOM ist ein Preis, den die Kinderhospizstiftung alle zwei Jahre für besondere und herausragende journalistische Arbeit zum Thema Kinderhospizarbeit verleiht. Es war die insgesamt vierte Preisverleihung und sie hat schon zum zweiten Mal im Landtag stattgefunden. Wie schon 2016, so konnte ich auch in diesem Jahr den Landtag vertreten und habe eine – wie die Resonanz und Rückmeldungen zeigen – einfühlsame und angemessene Rede gehalten, die vielen Gästen ausgesprochen gut gefallen hat. Wer mag, kann sie ja hier noch einmal nachlesen. Die ausgezeichneten Beiträge in den Kategorien Hörfunk, Print und Film, sowie der Sonderpreis, der an die „Fighting Spirits“ aus Düsseldorf gegangen ist, waren sehr beeindruckend und im wahrsten Sinne des Wortes „ausgezeichnet“. Die musikalische Begleitung hatte übrigens Jördis Tielsch übernommen, eine hervorragende junge Musikerin, die zugleich Botschafterin der Kinderhospizstiftung ist.

Und auch in Bochum ist die Vorweihnachtszeit die Zeit traditioneller Veranstaltungen. Am Freitagabend, auch da hat es gegossen wie aus großen Eimern und Kübeln, hat der 21. Knappentag mit der großen Bergparade stattgefunden, an der wieder mehr als 500 Knappen, Bergleute, Mitglieder der Werkfeuerwehren, Kapelle und Chor, und Gäste teilgenommen haben.

Nass wie die sprichwörtlichen Katzen sind wir zum Ende der Bergparade beim ökumenischen Bergmannsgottesdienst in der Propsteikirche in der Bochumer Innenstadt angekommen. Der Knappentag und erst recht die Bergparade sind immer wieder ein besonderes Ereignis, zumindest bei uns im Ruhrgebiet. Ganz besonders aber in diesem Jahr, in dem ja in wenigen Tagen die Ära des Steinkohlebergbaus in Deutschland endgültig Geschichte sein wird. Durch eine großen und für mich glücklichen Zufall habe ich fast die ganze Strecke vom Deutschen Bergbau-Museum bis zur Kirche eine der brennenden Grubenlampen tragen dürfen. Damit habe ich eine besondere Erinnerung an diesen besonderen Knappentag im Dezember 2018.

Schlechtes Wetter kann uns ja als SPD nicht abhalten, wenn wir zum traditionellen Grünkohlessen an den Werner Markt eingeladen haben. So oder so ähnlich müssen auch viele Bürgerinnen und Bürger gedacht haben, denn – fast wider Erwarten – sind wir nicht auf dem Grünkohl „sitzen“ geblieben. Nur sehr nass, das sind wir schon geworden.

Da kam die Barbarafeier „meines“ Knappenvereins, dem St. Barbara Knappenverein Langendreer-Werne, gerade richtig, um sich in angenehmer Runde, bei Kaffee und Kuchen, der Jubilarehrung, und dem musikalischen Überraschungsauftritt der „kleinen Bergleute“ der Zeche Knirps etwas aufzuwärmen. Mit viel Engagement und sehr liebevoll haben die Frauen des Knappenvereins auch in diesem Jahr die Barbarafeier vorbereitet.

Am Samstagabend hat der Kleine Engel – das Bochumer Weihnachtsmärchen der ganz besonderen Art – in der Pauluskirche in Bochum-Langendreer Halt gemacht. Bereits zum zehnten Mal haben Michael Wurst, Ansgar Borgmann, die Tweens, und alle anderen aus dem Team und der Himmelsband die Geschichte rund um den Kleinen Engel Rudy erzählt, vertont, gesungen. Heinz-Martin und ich waren in diesem Jahr auch wieder nicht alleine dort, sondern haben liebe Freunde, die den Kleinen Engel noch nicht kannten, mitgenommen. Sehr zur Freude von Michael Wurst war auch Detlev Jöcker – der Kinderliedermacher – dabei, dessen Lieder Michaels Kinder sehr lieben. Und – was soll ich sagen – alle unsere Freunde waren genauso begeistert wie wir.

Der Kleine Engel muss wirklich nicht jedem gefallen, aber wenn er gefällt, dann will man mehr davon, und freut sich heute schon auf das nächste Jahr. Vielleicht habt ihr ja auch einmal Lust, dabei zu sein? Dann treffen wir uns dort bestimmt.