Jugendkampagne „Aktion Rote Hand“ – #redhandday21

Kinder leiden am meisten unter Kriegen und Konflikten. Besonders grausam ist es, wenn Erwachsene sie in ihre Kriege verwickeln und dazu bringen, als Kindersoldat oder Kindersoldatin zu kämpfen und zu töten. Die Jugend-Aktion „RoteHand“ gibt Jugendlichen die Möglichkeit, sich für Gleichaltrige in Not einzusetzen. In diesen besonderen Zeiten wurde der traditionelle Besuch im Landtag durch ein Online-Format ersetzt. Dennoch freute ich mich über die engagierte Diskussion über eine Problematik, die noch lange nicht gelöst ist!

Viele Kinder haben als Kämpfer*in jahrelang das Töten gelernt, wurden ausgebeutet und missbraucht. Meist sind sie nie zur Schule gegangen. Viele bewaffnete Gruppen setzen die Mädchen und Jungen ein, weil sie leichter zu manipulieren oder schlicht billiger sind als Erwachsene. Die Gründe, weshalb sich Minderjährige bewaffneten Gruppen anschließen, sind vielfältig: Teilweise werden Kinder entführt und mit Gewalt dazu gezwungen, in anderen Fällen nutzen Milizen die Armut und Not der Kinder aus.

Am 12. Februar 2002 trat das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zum Verbot der Beteiligung von Kindern in bewaffneten Konflikten in Kraft. Bis heute sind ihm 168 Staaten beigetreten. Laut Zusatzprotokoll gilt die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren als Kriegsverbrechen. Mädchen und Jungen unter 18 Jahren dürfen nicht gegen ihren Willen eingezogen werden oder an Kampfhandlungen teilnehmen. Das Zusatzprotokoll hat unter anderem dazu beigetragen, dass Verantwortliche erstmals vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt wurden.

Es bleibt noch viel zu tun. Das Bündnis leistet wichtige unterstützenswerte Arbeit. Mehr unter: https://www.aktionrotehand.de/