Gespräch über Flüchtlingspolitik: Nordirakische Delegation zu Gast im Landtag

Der neue Gouverneur der nordirakischen Provinz Dohuk, Professor Dr. Ali Tatar Tawfiq, hat heute den Landtag Nordrhein-Westfalen besucht. Die 1. Vizepräsidentin Carina Gödecke empfing die Delegation im Landesparlament und tauschte sich mit dem Gouverneur vor allem über die Themen Flucht, Unterbringung, Flüchtlingsaufnahme und die humanitäre Situation im Nordirak aus.

Seit Juni 2020 ist Professor Dr. Ali Tatar Tawfiq Gouverneur der Provinz Dohuk in der Region Nordirak/Kurdistan. In der nordirakischen Region halten sich derzeit rund 700.000 Flüchtlinge – darunter Christen, Jesiden und Sunniten – in 21 Flüchtlingscamps auf. Während des Aufenthaltes der Delegation im Landesparlament tauschten sich die 1. Vizepräsidentin Carina Gödecke und der Gouverneur vor allem über die enge humanitäre Zusammenarbeit des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Region Nordirak/Kurdistan, die Unterbringung von Flüchtlingen und eine Vertiefung der Beziehungen auf allen Ebenen aus.

„Die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Schutzsuchenden ist eine Aufgabe, die in Nordrhein-Westfalen durch seine Geschichte ebenfalls eine lange Tradition hat. Die Brücke der Freundschaft, die wir nun aufgebaut haben, können wir vor allem dadurch auf stabile Füße stellen, indem wir die engen humanitären Kontakte ausbauen und für Städtefreundschaften nutzen. Es ist noch viel Arbeit zu erledigen, die wir gerne mit unserem kommunalen Know-How unterstützen“, sagte die 1. Vizepräsidentin des Landtags, Carina Gödecke.

Eines der Flüchtlingscamps in der Provinz Dohuk, das so genannte Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet/NRW, hat das Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen, Serdar Yüksel, gemeinsam mit der Caritas Flüchtlingshilfe Essen im Jahr 2014 initiiert, das dort vielen Tausend Menschen einen sicheren Lebensort bietet.

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